Zwischen Sommer und Herbst: Warum diese Wochen jetzt besonders zählen
Fühlst du dich gerade auch irgendwie anders als noch vor ein paar Wochen? Müder, vielleicht ein bisschen unrund, ohne dass du genau sagen könntest, woran es liegt?
Genau das erlebe ich aktuell sehr oft in meiner Praxis, bei Frauen genauso wie bei Männern. Manche sind müder als sonst, andere spüren schon die ersten kühleren Morgen im Bauch, wieder andere merken einfach, dass sich gerade etwas verändert, auch wenn sie es nicht genau benennen können. Das ist kein Zufall.
Die fünfte Jahreszeit der TCM
Neben Frühling, Sommer, Herbst und Winter kennt die TCM noch eine fünfte Jahreszeit, die Dojo-Zeit. Sie beschreibt die Übergangsphase zwischen den vier großen Jahreszeiten, jeweils rund 18 Tage lang, viermal im Jahr. Diese Wochen sind dem Erde-Element zugeordnet, und dazu gehören in der TCM Milz und Magen, genau die Organe, die für deine Mitte zuständig sind. Die Dojo-Zeit steht für Stabilität, eine kurze Atempause der Natur zwischen zwei Jahreszeiten. Heuer beginnt sie am 15. August, und meistens merken wir den Wetterumschwung auch bei uns ganz konkret, abends wird es spürbar kühler, die Luft wirkt klarer.
Ein sanfter Übergang von einer Jahreszeit zur nächsten
Die Aufgabe dieser Wochen ist es, die Hitze, die sich über den Sommer angesammelt hat, langsam auszuleiten, aber eben behutsam. Steigst du jetzt zu abrupt auf kühlende oder kalte Kost um, kühlst du deine Mitte zu stark aus, genau in dem Moment, in dem du eigentlich beginnen solltest, Wärme für den Winter aufzubauen. Es geht also nicht darum, die Sommerhitze schnell loszuwerden, sondern sie sanft ausklingen zu lassen, während gleichzeitig neue Wärme entsteht.
Zwei einfache Impulse für diese Wochen
Achte darauf, den Tag mit etwas Warmem zu beginnen, statt mit kaltem Joghurt oder Müsli direkt aus dem Kühlschrank. Kleine, warme Mahlzeiten statt großer, kalter Portionen tun deiner Mitte in dieser Übergangszeit spürbar gut.
Aus der Kräuterküche empfehle ich dir gerade Fenchel, er wärmt sanft und unterstützt die Verdauung. Streu ihn gemahlen über Gemüse, gib ein paar Samen mit ins Kochwasser für Suppen, oder dünste Fenchelknollen zusammen mit Karotten und etwas Ingwer als warme Beilage. Wenn du zusätzlich etwas ganz ohne Küche möchtest, gibt es dafür einen Akupressurpunkt, Magen 36, auch Zusanli genannt. Du findest ihn etwa vier Fingerbreit unterhalb der Kniescheibe, eine Fingerbreite außerhalb des Schienbeins. Drück ihn ein bis zwei Minuten mit sanftem, kreisendem Druck, das stärkt die Mitte und füllt deine Energie wieder auf.
Dein nächster Schritt für die Übergangszeit
Für genau solche Übergangswochen ist mein Kochbuch "Was soll ich heute wieder kochen?" entstanden. Darin findest du einfache, alltagstaugliche Rezepte, die diesen Gedanken der TCM aufgreifen, ohne dass du stundenlang in der Küche stehen musst.
Du bekommst es auf Amazon oder auf meiner Website, dort als Buch zum Blättern oder als Download zum direkt Loskochen.
Dieser Beitrag basiert auf Folge 26 ("Zwischen Sommer und Herbst: Warum diese Wochen jetzt besonders zählen") von Treffpunkt.Balance. Die ganze Folge hörst du auf Spotify und Apple Podcasts. Den direkten Link dazu findest du hier




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